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Auch private Krankenversicherungen übernehmen i.d.R. die Kosten (gemischte Krankenanstalt).

Zungenschmerz
chronischer Schmerz in der Zunge

17 Gesichtsschmerz
17.1 Kieferschmerz
17.2 Rachenschmerzen
17.3 Zungenschmerz

Der Mediziner bezeichnet einen Zungenschmerz auch als Glossodynie oder Glossalgie.

Sehr häufig wird bei einem Zungenschmerz der Schmerzcharakter als brennend bezeichnet. Man unterscheidet generell zwischen einem akuten und einem chronischen Zungenschmerz.

Nicht selten tritt ein Zungenschmerz zusammen mit folgenden Symptomen (= Krankheitszeichen) auf:

Ein Zungenschmerz schwankt häufiger in seiner Intensität und Lokalität. Die Zunge ist meist seitlich (beiderseitig) und an der Spitze betroffen, wobei jedoch keine Zusammenhänge mit dort laufenden Nervenbahnen bekannt sind.

Oft sind die Beschwerden abhängig von der Tageszeit. Im Laufe des Tages nehmen die Missempfindungen bzw. Schmerz en oft zu, sie beginnen morgens schwach und können zum Beispiel am Abend dann kaum erträglich sein. Schlafstörungen treten allerdings gewöhnlich nicht auf und auch bei der Nahrungsaufnahme treten die Symptome eher in den Hintergrund.

Der Zungenschmerz wird häufig zudem von einer (stellenweise deutlich sichtbaren) En tzündung der Zunge (Glossitis) begleitet. Oftmals tritt auch das Phänomen der „Mundtrockenheit“ (sog. „Xerostom ie“) hinzu.

Hier gelangen Sie zu den verschiedenen Formen einer Zungenentzündung: www.glossitis.de (einfach anklicken).

Häufiger klagen Patienten mit einem Zungenschmerz auch über Schlafstörungen, Kopfschmerz, Konzentrationsschwächen, Appetitmangel, Depressionen und Ängste. Auch findet man den Zungenschmerz häufiger bei Schizophrenie-Patienten.

Von einem Zungenschmerz sind Frauen insgesamt häufiger betroffen als Männer.

So vielseitig die Begleitsymptome (= Krankheitszeichen) sein können, so komplex sind auch (leider) die möglichen Ursachen für einen Zungenschmerz:

Erwähnenswert sind noch zwei Erkrankungen, die mit einem Zungenschmerz einhergehen:

  1. Glossopharyngeus-Neuralgie - Diese Krankheit ist gekennzeichnet durch streng einseitige paroxysmal (= anfallsartig) einschießende, heftige Schmerzsensationen, die vorwiegend im Bereich des Rachens, des weichen Gaumens und des Zunge ngrundes auftreten, manchmal auch mit Ausstrahlung zum Oh r hin oder in die Zähne.

  2. Nacken-Zungen-Syndrom (Neck-Tongue-Syndrom) - Dieser Kopfschmerz tritt attackenartig einseitig hinterkopfbetont auf und ist von einer unangenehmen Hypästhesie (= herabgesetzte Empfindlichkeit) bzw. Taubheit und Schmerz im Bereich der gleichseitigen Zunge nhälfte begleitet.

Therapie bei einem Zungenschmerz

Symptomatisch (= auf die Krankheitszeichen ausgerichtet) können Mundspülungen mit kühlem Salbeitee oder Salzwasser versucht werden.

Hält ein Zungenschmerz trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) Therapie weiter an, so sind Maßnahmen der speziellen Schmerztherapie gefragt. Bei der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) kommt es nicht nur zu der gewünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung, sondern für die Wirkzeit des Medikaments auch zu einer deutlichen Durchblutungssteigerung und unter einer guten Durchblutung heilen entzündliche (z.B. Glossitis !), aber auch degenerative Prozesse sicher ab.

Bei einem Zungenschmerz bieten sich zwei Methoden an:

  1. Wechselseitige Bockaden des Ganglion cervicale superius* (= vegetative Schaltstelle im seitlichen, hinteren Rach enbereich), und
  2. Wechselseitige Bockaden des Ganglion stellatum (= vegetative Schaltstelle im seitlichen Hal sbereich)

Es reicht aber nicht aus, diese Blockaden ab und zu durchzuführen, sondern es ist eine gehäufte Abfolge erforderlich, so z. B. 1-2 mal täglich über 10 Tage. Regelmäßig ist allerdings ein solches Setting nur unter stationären Bedingungen durchführbar.

* Die Blockade des Ganglion cervicale superius erfolgt als GLOA (= Blockade mit einem Opium-ähnlichen Wirkstoff), der Nachteil gegenüber der Verwendung eines Lokalanästhetikums (= örtliches Betäubungsmittel) ist aber, daß die Wirkung auch bei wiederholter Anwendung kaum anhaltend ist, da die sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Komponente nur gering oder gar nicht ausgeprägt ist.

Auf der Internetseite "die Gesundheitsreform" teilt das Bundesministerium für Gesundheit mit, daß seit dem 1.4.07 alle gesetzlich krankenversicherte Personen jetzt einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation (damit auch auf eine Schmerzrehabilitation) haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen können. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums. Zu diesem Wahlrecht gibt es mittlerweile auch ein Urteil des hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 1 KR 2/05): Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen. (Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten. Eine Revision gegen die Entscheidung ließ das Gericht erst gar nicht zu).

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